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Sanyes goes...

Kenya

Alles begann mit einem GEDANKEN, daraus wurde ein TRAUM, ich verfolgte mit allen "Wenn und Abers" mein ZIEL und dann war ICH tatsächlich hier...in KENIA!

Die vielen Eindrücke und Erlebnisse dieser 14 Wochen möchte ich sehr gerne teilen und freue mich über jeden der die Zeit und das Interesse hat,
mich "virtuell" zu begleiten! www.sanyes.at



Traveling around…

Kenya Posted on Wed, February 12, 2014 21:17:57

Da ich ja nicht der Typ bin ständig an einem Ort zu bleiben sondern es zu einen meiner Leidenschaften zählt in der Gegend herum zu düsen, habe ich mir noch so einiges mehr vom wunderschönen Kenya angesehen und gefühlte 100 Stunden in den lokalen Bussen (Matatus) verbracht und zum Teil bin ich über “Stock und Stein” gefahren, da nicht alle Straßen asphaltiert sind…Die Natur hier ist einfach der Wahnsinn und ich kann/konnte mich kaum satt sehen an der Landschaft! Irrsinnig viel Grün der Bäume, Pflanzen und Gräser gemischt mit den verschiedensten Tönen der Erde, angefangen von vertrocknetem braun über orange bis hin zu einem wunderschönen rot. Dazwischen liegen dann die einzelnen Dörfer und je weiter abseits der großen Städte und Orte findet man dann die traditionellen Häuser und Manyattas. Erbaut aus Lehm, Stein und Holz mit Stroh-oder Blechdächern. Oder aber Werbung in sämtlichen Farben und von sämtlichen Produkten.




Immer und überall sieht man Eselskarren, Rinder- und Ziegenherden, die von einer Weide zur anderen geführt werden (was manchmal den ganzen Verkehr aufhält, weil dafür auch die Straßen benutzt werden). Und für mich persönlich ein tragisches Bild: die Männer, Frauen und Kinder die Wasserkanister am Kopf schleppen, da es in vielen Häusern (speziell in den Dörfern) kein fließendes Wasser gibt!! Unvorstellbar für die meisten von uns, wo wir gerade in Österreich das Leitungswasser unbesorgt trinken können und dieses Wasser von höchster Qualität sogar für die Toilettenspülung nutzen.

Es gibt viele Unterschiede die ich erlebt und beobachtet habe, einen möchte ich speziell erwähnen und hervorheben: die Menschen hier sind so aufgeschlossen, extrem freundlich und sehr kommunikativ. Es vergeht kein Tag an dem mich nicht irgendjemand anquatscht oder anlächelt, einfach nur um zu plaudern! 🙂 “Jambo, how are you” gehört hier zur Begrüßung und ist tatsächlich ernst gemeint!

Lake Victoria ist weltweit der drittgrößte See und der zweitgrößte Salzsee und liegt im Dreiländereck Tanzania, Uganda, Kenya


Kericho Valley ist das bedeutendste Teeanbaugebiet Kenya´s


Thomson Waterfalls (74 Meter freier Wasserfall) in Nyahururu, der höchst gelegene Ort in Kenya (2.360 m)

Samburu Land – nördlich des Äquators zählt landschaftlich zu einem der schönsten Nationalparks und es waren so gut wie keine anderen Touristen dort! In dieser Gegend leben die Samburu Völker, verwandt mit den Massai Volk!












Auf der Hin- und Rückreise habe ich den Mt. Kenya “umrundet” (nicht bestiegen, denn der zweithöchste Berg in Ostafrika ist 5.200 m hoch). 😉 Aber die Landschaftsfahrt war einfach nur sagenhaft und ich konnte sogar die Spitze des Berges sehen, der meist in Wolken verhangen ist.

Zanzibar / Tanzania … für mich ein Paradies auf Erden…hierhin bin ich für 5 Tage geflogen und habe die für mich bis dato schönsten und weißesten Sandstrände und das aller schönste türkisfarbene Meer gesehen und genossen! Das Klima war auch hier wie an der Küste Mombasas ein Traum und auch hier konnte ich das faszinierende Schauspiel von Ebbe und Flut beobachten. Bei Ebbe war es möglich kilometerlang am Strand entlang zu spazieren und ich habe einen Schnorcheltrip mit einem traditionellen Dhow Boot gemacht. Recht viel besser und schöner geht fast gar nicht (meiner Meinung nach)! 🙂 Einfach herrlich, so am Strand zu liegen und eine frische Kokosnuss zu schlürfen und dabei den Sonnenuntergang zu genießen! 🙂





Sehr beeindruckt und mit ein Grund warum ich auf diese Insel geflogen bin, hat mich die Tatsache, dass die Bewohner versuchen das Plastik zu verbannen und haben damit angefangen, keine Plastiktüten mehr auszugeben, sondern nur noch Papiertüten. Das Ergebnis kann man auch schon direkt sehen. In weiten Teilen ist gar kein Plastikmüll mehr zu sehen. Sehr oft ist es leider so, dass an den Straßenrändern, in den Orten und Städten das “Teufelszeug” in der Gegend herumliegt oder aber verbrannt werden muss, was ja wissentlich hochgiftig sein kann. Aber wohin damit? Daher finde ich das einen sehr schönen und nachhaltigen Schritt auch um den Menschen aufzuzeigen, dass Plastik eben nicht verrottet. Allzu oft habe ich es beobachtet, dass z.B. die leeren Plastikflaschen einfach auf den Boden oder aus den Fahrzeugen geworfen werden und da liegen sie dann bis Ende nie! Ich wünschte die ganze Welt würde dem Beispiel Zanzibars folgen und nach und nach wieder umstellen auf natürliche Ressourcen…schätze aber das ist noch ein sehr langer Weg und der Mensch an sich zu bequem.

Lake Bogoria liegt auch oberhalb des Äquators im wunderschönen Rift Valley! Mit Julie&Moses bin ich als Abschluss unserer gemeinsamen Zeit hier hin gedüst. Sehr idyllisch und an einer Stelle gibt es Hot Springs (heiße Quellen). Das Wasser ist hier so heiß, dass man sich die Finger verbrennen würde, der Vorteil aber: man kann Eier in den Quellen kochen und siehe da, binnen fünf Minuten waren sie fertig! Sehr lustig und lecker! 🙂




Mein Fazit: ich kann eine Reise nach Kenya jedem nur wärmstens empfehlen und ans Herz legen. Da ich über 3 Monate hier verbringen konnte, habe ich vieles gesehen und erlebt. Angefangen beim Schlimmsten, der bittersten Armut bis hin zum aller schönsten, die Strände, Natur und Herzlichkeit der Menschen. Dies alles ist ein Teil unserer Welt und unseres Daseins. Die Armut gehört gesehen und bekämpft und die Natur und Strände und Menschen sollte man mal erleben. Ich finde es daher sehr schön, dass ich auf meine Art darüber berichten kann/konnte…über die zum Teil traurigen und menschenunwürdigen Zustände aber auch über die Schönheit und das Lächeln eines Landes, welches ich sehr ins Herz geschlossen habe.



on tour…

Kenya Posted on Wed, January 15, 2014 18:32:43

Time goes on…10 Wochen bin ich nun schon hier und meine lieben Freunde sind mittlerweile alle wieder abgereist. Wir hatte eine sehr tolle Zeit zusammen und ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass sie hier waren und das Land mit mir gemeinsam ein wenig entdecken konnten…

Die erste war meine Travelmate Eva, sie war für mehr als 5 Wochen bei mir, dann kam Robert aus Salzburg für mehr als 2 Wochen und der zweite Robert ist für 10 Tage extra aus Indien angereist, um mit uns gemeinsam Silvester zu feiern.
Zum Jahreswechsel und zwischendurch hat sich netterweise auch noch Susi von Panairobi, auch eine Salzburgerin die hier in Nairobi lebt, uns angeschlossen.

5 Salzburger und Salzburgerinnen gemeinsam “on Tour in Kenia” 🙂 Herrlich!

Von Nairobi aus sind wir zu dritt in den sehr beeindruckenden und landschaftlich wunderschönen MASAI MARA Nationalpark gestartet und haben hier eine 3 Tages Safari über X-Mas gebucht. Da ich mich wie immer nicht entscheiden kann welche Fotos ich am Schönsten finde, habe ich einen extra Blogeintrag geschrieben 🙂

Zurück in der Hauptstadt hat uns dann Susi zur Ihrer kenianischen Glühwein Party eingeladen, mit Original Glühfix frisch mitgebracht aus Salzburg…
zeitgleich mit dem Glühweinstand von Panairobi am Salzburger Weihnachtsmarkt….
tolle Idee…tolle Party! Danke dafür Susi! 🙂

Dann kam der 2. Robert aus Indien angeflogen und wir sind direkt mit dem Nachtzug weiter nach Mombasa…auch dieses Erlebnis war ein echtes Erlebnis! 😉 Zuerst mussten wir geschlagene 6 Stunden bis nach Mitternacht warten, bis der Zug endlich kam, dann hatten wir eine 4er Kabine zum Relaxen und Schlafen und die Zugfahrt hat insgesamt für 500 Kilometer sage und schreibe 15 Stunden gedauert…puh, aber wir haben Abendessen und Frühstück bekommen und ich für meinen Teil konnte super schlafen bei dem “Geschaukle und Geratter”! Die Landschaft war sehr schön, alles sehr grün mit zum Teil faszinierender roter oder oranger Erde und weit und breit keine Zivilisation zu sehen, dafür Antilopen und Zebras.


In Mombasa angekommen sind wir direkt nördlich weiter an die Küste und nach Kilifi ins Gosana Nature Reserve…alles sehr einfach gehalten, mitten in der Natur, keine Elektrizität dafür umso mehr Getier…angefangen bei Kakerlaken bis hin zu gigantischen Tausendfüsslern und riesigen Hummeln…anfangs alles ein wenig gewöhnungsbedürftig und für mich eine Herausforderung NICHT zu schreien, wenn eines der Tiere meinen Weg kreuzte, aber auch sehr entspannend da es nur 4 Bungalows gab und die Besitzer und Mitarbeiter extrem zuvorkommend und sehr, sehr nett waren. Die Anlage wird von den “guten Samaritern” betrieben und sämtliche Erlöse kommen dem angrenzenden Waisenhaus zugute. Tolles Projekt! Und endlich Strand und Wärme…in Nairobi und Njoro ist es ja denn doch ohne Sonne und zumindest Nachts etwas kälter, da es auf 1.800 Metern liegt. Eine echte Wohltat am Strand zu relaxen und im Meer zu schwimmen.



Hier kam dann auch Susi dazu und wir haben gemeinsam Silvester gefeiert! Fast hätten wir das kenianische Mitternacht verpasst, da wir solange auf unser Abendessen warten mussten, wir haben aber glücklicherweise einen Tuk Tuk Driver erwischt, der mit uns über Stock und Stein DAS Silvester Race schlechthin hingelegt hat und er hat es tatsächlich geschafft uns mit sämtlichen Lachflash´s ein paar Minuten vor Mitternacht zu der von uns ausgewählten Location zu bringen. Dort angekommen, haben wir dann noch vorm Eingang unser Happy New Year mit den von mir mitgebrachten “Sternderlspritzern” gefeiert! Grins! Dafür haben wir uns einige ungläubige Blicke eingefangen und vorsorglich wurden die Security / das Militär geholt, da wir ihnen wohl ein wenig komisch vorgekommen sind, mit dieser für uns 5 sehr lustigen Aktion :-)) Das neue Jahr startete dann zuerst mit einer Komplikation, da die Location zwar sehr toll war aber die wollten doch tatsächlich pro Person über 50 Euro Eintritt und das ohne Getränke…darauf hin standen wir vorm Eingang so rum und haben überlegt was wir nun machen sollen, als der Veranstalter zu uns kam und uns kurzerhand eine riesen Nachlass gegeben hat und wir dann pro Person nur noch ca. 15 Euro bezahlen mussten…seine Aussage: er will uns happy und lächelnd sehen auf seiner Silvesterparty! Tschaka…und wir waren drinnen…es war dann eine Open Air Party mit DJs und einer Tanzfläche aus Sand und auch ein Beach war in der Nähe…also alles in allem eine sehr gelungene Silverstersause! 😉 Und eigentlich wollten wir dann 2 Stunden später auch auf das österreichische Silvester mit dem “Wiener Walzer” via YouTube anstoßen, aber leider waren wir erneut fast zu spät und YouTube überlastet…naja, aber wir haben an euch alle gedacht und zumindest auf euch angestoßen 🙂

Der ursprüngliche Plan war es, mit Eva und den beiden Roberts zurück ins Rift Valley und nach Njoro zu fahren, damit sie “meine momentane Heimat” und
“meine Tumaini Kids” kennen lernen und wir wollten hier einen Ausflug in einen Nationalpark machen, um dort einen der höchsten Berg Kenias zu besteigen…
aber meistens kommt es anders als man denkt, denn es wurde von der kenianischen Regierung zwischenzeitlich ein neues Gesetz erlassen welches besagt, dass keine Nachtbusse mehr fahren dürfen, da die Unfallquote viel zu hoch war. Die Busgesellschaften haben meist nur einen Fahrer, der mit nur kurzen Pausen hin und retour fahren musste (eine einfache Fahrt dauert 12 Stunden) und das ohne Schlaf dazwischen, kein Wunder also, dass die Driver immer wieder eingeschlafen sind hinterm Steuer und so viele Unfälle verursacht wurden. Das Verbot natürlich eine gute Sache, aber dadurch war es nicht mehr möglich unseren Plan umzusetzen und wir haben kurzerhand entschieden, an der Küste zu bleiben und sind in den Süden runtergedüst.

Tiwi Beach und Diani Beach…ebenso wie im Norden sind hier sehr, sehr schöne wie ewig lange zum Teil nahezu weiße Sandstrände. Eine für mich noch nie so extrem gesehene Ebbe und Flut war hier ebenso zu bewundern. Das Wasser hat sich so extrem weit zurück gezogen, dass man am Meeresgrund spazieren konnte und dann nur noch in kleinen türkisfarbenen und kristallklaren “Pools” sich abkühlen konnte. WOW!









Einzig die sogenannten Beachboys waren für uns ein wenig nervig, da wir (und alle anderen Touristen) ständig angequatscht wurden. Es ist verständlich, dass sie in uns den reichen Reisenden sehen und uns ihre Sachen verkaufen wollen, da vom Tourismus hier an den kenianischen Stränden (außer in den fetten Hotelanlagen) nur ganz wenige etwas abbekommen und das für viele die einzige Einnahmequelle darstellt. Somit wiederum verständlich, aber zugegebener Maßen trotzdem nervig! Bis heute wissen wir auch nicht so recht den Grund, denn fast alle haben uns gewarnt am Strand entlang zu spazieren, es sei ja so gefährlich und wir sollten ja keine Wertgegenstände mit nehmen usw.! Passiert ist uns zum Glück aber noch nicht mal annähernd irgendwas und wir haben schon die Theorie aufgestellt, dass die Einheimischen mit dieser Masche nur mit den Touris ins Gespräch kommen wollen, um ihnen dann ihre Ausflüge usw. anbieten zu können. Hm!?



Wir hatten auf alle Fälle eine tolle Zeit an der Küste Kenias und mussten dann leider auch schon wieder unsere 2 Roberts und Susi verabschieden, die nach und nach zurück nach Nairobi für den Heimflug oder zum Arbeiten fahren mussten.

Ein paar Tage später und nach einer Anreise von Gesamt 16 Stunden inkl. 12 Stunden Busfahrt sind dann auch Eva und ich wieder in Njoro angekommen. Die Tumaini Kids haben sich sehr gefreut, mich wieder zu sehen und sind mit weit ausgebreiteten Armen und einem breiten Lächeln im Gesicht auf mich zugestürmt…dieses herzliche Wiedersehen hat mich schon sehr berührt, muss ich zugeben.

Da Eva gerade eine Studie über Volunteertourismus macht, haben wir dann hier noch einige Menschen kennengelernt, die entweder wie ich als “Mzungu” in einem Projekt mitarbeiten und auch einen Kenianer der ebenso wie Julie&Moses und Panairobi einige Straßenkinder und Waisenkinder unterstützt, damit sie zur Schule gehen können und zumindest ab und zu eine warme Mahlzeit erhalten. Sehr interessante Gespräche und auch sehr erfreulich zu sehen und zu hören, wie sich manche Menschen für Ihre Mitmenschen einsetzen.

Evas Abreise stand dann leider auch bald kurz bevor und ich habe sie zurück nach Nairobi begleitet und wir haben noch zwei sehr nette Tage bei und mit Susi verbracht. Nun bin ich seit gestern wieder “alleine” hier im großen und weiten Afrika und werde meine restlichen vier Wochen mit den Tumaini Kids verbringen und zwischenzeitlich noch einige Ausflüge und Kurztrips in die wunderschöne Gegend hier machen. Da die Schule wieder angefangen hat und die Kids immer erst am frühen Abend nach Hause kommen, kann ich das sehr gut umsetzen. Mein Plan 7 Wochen zu reisen und 7 Wochen mit den Kids zu verbringen geht also super auf und ich freue mich erneut auf die kommenden Wochen…

Abschließend möchte ich mich noch mal bei meinen vier Salzburger Freunden bedanken, für die von Anfang bis Ende sehr wunderbare gemeinsame Zeit hier in Kenia…es war sooooo schön, dass ihr hier bei und mit mir eure Zeit verbracht habt! Solche Erlebnisse teilen zu können, ist für mich sehr wertvoll!

Asante sana!! 🙂

Ps.: es gibt ein Lied der österreichischen Band EAV aus den 90er Jahren, welches sehr gut zu einer ganz “gewissen Tourismus Sparte” für Damen an der kenianischen Küste passt :-)!
PPs.: Jambo heißt Hallo!

http://youtu.be/wbPJJlNt1KM



Njoro, Nakuru, Naivasha, Nairobi

Kenya Posted on Fri, December 20, 2013 23:55:01

Um auch mal was über Land und Leute zu berichten, die 4 N´s in denen ich bisher und in den letzten 6 Wochen gewesen bin:

NJORO ist der Ort in dem ich bis dato die meiste Zeit verbracht habe, hauptsächlich im Valley of Tumainis Childrens Home aber auch durch das kleine, nette Örtchen spaziere ich immer wieder mal, denn man kann Njoro sehr leicht zu Fuß erkunden…es gibt eine asphaltierte Hauptstraße und viele sog. Trampelpfade zu den einzelnen Häusern, Hütten und Geschäften! Sobald es regnet und das hat es leider doch recht häufig und heftig, scheinen diese Wege aber leider im Schlamm zu versinken, nichts desto trotz, müssen alle Einwohner diese Wege nutzen um hin oder retour zu kommen. Mein erster Einkauf waren also Gummistiefel um die mich so einige und besonders die Tumaini Kids beneiden…mein Plan ist es also, demnächst 21 Paar Gummistiefel zu kaufen :-))

Sehr süß finde ich die Tatsache, dass die Tiere wie Kühe, Schafe, Ziegen und Esel frei herumlaufen, sich quasi selber was zu futtern suchen und abends von selber wieder nach Hause trotten :-). Viele Einwohner hat Njoro nicht, aber man kann immer alle draußen vor den Hütten und Häusern antreffen, viele haben kleine Stände, womit sie ihr Geld verdienen indem sie z.B. die Ernte aus dem eigenen Garten verkaufen. Manchmal frage ich mich, wie eine Familie überleben kann, wenn ich mir so ansehe, was sie so am Stand liegen haben…ein paar Kartoffeln, zwei Bund Bananen und ev. noch ein paar Tomaten! Aber die Familien wissen wie man spart und kommen mit ganz wenigen Schillings am Tag aus, für unsere Verhältnisse undenkbar und meiner Meinung nach, sehr bewundernswert.






NAKURU ist die nächstgrößere Stadt, die 4.größte Kenias und ca. 20 Autominuten von Njoro entfernt. Immer wieder mal fahre ich hierhin und schlendere durch die Stadt. Die ganze City gleicht einem riesig großen Markt, wo man alles kaufen kann, was das Herz begehrt. Es ist hier in Kenia ganz normal, dass auf den Straßen und vor den Geschäften große Decken ausgebreitet und Holzstände aufgebaut werden und darauf dann das zu Verkaufende angeboten wird. Angefangen beim Lolli und Früchten über zig Klamotten und Schuhe bis hin zu den traditionellen Kunstgegenständen…alles käuflich erwerblich!
Hier habe ich auch ein sehr nettes Restaurant mit Balkon gefunden, von wo aus ich dem Treiben der Stadt gemütlich mit einem Tusker zu sehen kann 🙂




Mein persönlich bevorzugtes Transportmittel (generell): das TUK TUK, welches ich bis dato nur aus Asien kenne, gibt es hier geilerweise auch. Viele Motorräder (Boda Boda´s) sowie Fahrräder mit “Rückbank” sind für die kurzen Strecken an jeder Ecke zu Hauf zu finden. Am Häufigsten sieht man aber Matatus (Kleinbusse) die für ganz wenig Geld Mensch, Tier und Gepäck von A nach B transportieren. Meist fahren die Kleinbusse von ziemlich hektischen Bahnhöfen ab, das Ziel wird mit Eisenschildern auf den Bus gestellt und erst wenn er voll ist, geht die Fahrt los. Fahrpläne oder Sitzplatzreservierungen gibt es hier scheinbar nicht und sobald ein Matatu angekommen ist, warten schon wieder ziemlich viele Menschen davor und wollen entweder selber in den Bus (bevor die anderen ausgestiegen sind :-)) für die nächste Fahrt, wollen dir ein Taxi vermitteln oder aber etwas verkaufen. Mit sog. Bauchläden gehen sie zwischen den Matatus herum und bieten dir selbst durch das Fenster noch ihre Waren an…von Wasser bis hin zur Sonnenbrille ist auch hier wiederum alles dabei, was man so brauchen oder eben auch nicht brauchen kann 😉 Da die Menschen sehr, sehr nett und freundlich sind, ist es manchmal schwer für mich, nicht jedem etwas abzukaufen aber sehr positiv empfinde ich es, dass nach einem kurzen Smalltalk die Händler mit einem Lächeln im Gesicht wieder gehen und nicht allzu aufdringlich sind. Da bei einer Wartezeit von sagen wir einer halben Stunde allerdings jede Minute jemand auf dich zukommt und dich anquatscht, kann das dann manchmal doch ein wenig nervig sein (aber nur ein bisschen, den ich verstehe, dass es lediglich ihr Job ist und sie so ihr tägliches Geld verdienen)!



NAIVASHA ist ein Ort auch hier im schönen Rift Valley am Lake Naivasha, wo Eva und ich zwei Tage lang geblieben sind und mit Mountainbikes eine Tour in den “Hells Gate Nationalpark” gemacht haben, vorbei an Büffel, Wildschweinen, Pavianen und Gazellen. Leider habe ich keine Fotos von den Tieren da ich mich nicht getraut habe so knapp neben den wilden Tieren stehen zu bleiben :-). Auch wenn der Aufenthalt hier wegen dem Tourismus im Verhältnis recht teuer war, habe ich hier eine der besten Holzofen Pizzen ever gegessen! 🙂



NAIROBI ist die Hauptstadt Kenias mit über 3 Millionen Einwohnern und in dieser Stadt “wuselt” es nur so….viele, viele, viele Menschen sind hier unterwegs und viele, viele, viele Autos und Busse verstopfen die Straßen. Die Einwohner und der Verkehr bilden aber eine vermeintlich perfekte Symbiose und alles ist meist im “Flow”. Was ich bis dato von Nairobi gesehen habe ist sehr konträr…einerseits wiederum die zahlreichen Geschäfte und Verkaufsstände bzw. Verkaufsdecken an den Straßen und das sog. reiche Finanzviertel mit seinen Hochäusern, Banken und teuren Läden, den propper gebauten Häusern und den schick angezogenen Menschen und andererseits die Slum´s an den Randbezirken. Alles ganz nahe beieinander.


Aufgrund meiner Kontakte zur Organisation Panairobi konnte ich einen besonderen Einblick in den Mathare Slum erleben. Um die Zustände wie die Menschen und Kinder dort leben müssen zu beschreiben, fehlen mir ehrlich gesagt immer noch die Worte…traurig und erschütternd zugleich, dass es bei all dem Reichtum in Afrika und in der ganzen Welt solche Lebensbedingungen überhaupt noch geben muss. Mit einem sehr beklemmenden Gefühl sind wir durch einen Teil der Slum´s gegangen und auch wenn sich die Kinder über die Abwechslung gefreut haben und uns niemand komisch angesehen hat, im Gegenteil, viele haben uns sehr freundlich gegrüßt und angelächelt, kam ich mir wie eine reiche Gafferin vor. Nach wie vor sehe ich es sehr zwigespalten, ob es den Bewohnern, die ja alle nicht freiwillig so leben tatsächlich recht ist, andererseits wird es ihnen beim täglichen Überlebenskampf wiederum so ziemlich egal sein. Schwer zu sagen, meine Gefühle dabei sind und waren sehr gemischt! Schätzungsweise leben über eine halbe Million Menschen in Mathare, es ist das zweitgrößte und zugleich ärmste Slum Kenias. Panairobi unterstützt im Moment ca. 100 Kinder und Jugendliche aus dem Gebiet und die Organisation hat direkt vor Ort ein Zentrum gebaut, wo die Kids zu jederzeit hingehen können, um eben nicht auf der Straße sein zu müssen oder in vielerlei Formen unterstützt werden. Die Homepage ist sehr empfehlenswert: www.panairobi.net .

Mit Susi hatten wir bis dato ein paar tolle Tage, angefangen mit der Führung und Vorstellung des Panairobi Office, einem Ausflug in den Nairobi Wald mit anschließenden äthiopischem Essen, einem feuchtfröhlichem Tusker Abend in einer Bar und wie in einem der nächsten Bericht zu lesen sein wird, einem Trip mit Panairobi zum Mount Longonot samt Vulkanbesteigung. Da sie seit einigen Jahren nun schon in Kenia lebt, gibt sie viel “Insiderwissen” weiter, was sehr interessant ist und nochmals andere Einblicke und Eindrücke in und über das Land gibt. Hier im Bild mit Robert, einer der Erfolgsgeschichten aus den Mathare Slums, der durch die Unterstützung Panairobis seit vielen Jahren u.a. seine Ausbildung finanziert bekam, nun ein tolles Ziel vor Augen hat und mit ähnlichen Projekten hier in Kenia weitermacht. 🙂

Gemeinsam mit meiner Travelmate Eva die coolerweise seit 2 Wochen mit mir hier in Afrika ist, werde ich die nächsten Tage und Wochen hoffentlich noch vieles mehr erleben und bereisen. Als zusätzliches Highlight kommen noch zwei Freunde von uns angereist und wir werden u.a. einen afrikanisch-österreichischen Glühweinabend bei Susi zu Hause veranstalten, über Weihnachten auf Safari in die Masai Mara fahren und Silvester in der Nähe von Mombasa am wunderschönen Beach feiern. 🙂


Ich freue mich sehr, über den “Besuch” meiner 3 Freunde und über die Erlebnisse und Eindrücke die in den nächsten Wochen noch auf mich warten.

Ich fühle mich sehr wohl und sicher im großen und weiten Afrika, was natürlich allem voran der Herzlichkeit und Liebenswürdigkeit der Menschen hier zu verdanken ist. Zum Abschluss noch eine Lebenseinstellung bzw. Weisheit die mir hier sehr gefällt: Hakuna Matata was soviel bedeutet wie: alles kein Problem!!